#1 Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 21.02.2007 08:24

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Bundesregierung: Jugendschutz bei Computerspielen soll deutlich
verschärft werden
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Das Bundesfamilienministerium und das Bundesland Nordrhein-Westfalen
wollen den Jugendschutz bei Computerspielen deutlich verschärfen:

"Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Armin Laschet,
Familienminister in Nordrhein-Westfalen, starten gemeinsam ein
Sofortprogramm zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor
extrem gewalthaltigen Computerspielen. "Wir freuen uns, dass wir einen
gemeinsamen Weg gefunden haben, den Medienschutz für Kinder und
Jugendliche in Deutschland noch sicherer zu machen", so von der Leyen und
Laschet. Von der Leyen ist als Bundesfamilienministerin für den
Jugendschutz zuständig, Laschet ist als Familienminister in
Nordrhein-Westfalen federführend unter den Ländern für die
Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) zuständig.

Zurzeit werden im Auftrag des Bundesfamilienministeriums und der Länder
die gesamten Jugendschutzvorschriften vom Hans-Bredow-Institut in Hamburg
evaluiert. Für den Bereich der Computerspiele wird es erste Ergebnisse
bereits im Juni geben. Doch bis dahin wollen Laschet und von der Leyen
nicht warten. "Wir wissen schon heute, dass für einen besseren
Jugendschutz in der Praxis Gesetzesänderungen notwendig sind, deshalb
handeln wir jetzt mit dem Sofortprogramm", so von der Leyen.

Das Sofortprogramm besteht aus vier Säulen:

1. Verschärfung des Jugendschutzgesetzes
* Extrem gewaltbeherrschte Trägermedien (z. B. Computerspiele, Videos,
DVD) sind in Zukunft per Gesetz automatisch für Kinder und Jugendliche
verboten.
Sie müssen nicht erst Prüfverfahren durch die Bundesprüfstelle
für jugendgefährdende Medien durchlaufen. Diese Medien sind dann mit einem
weit reichenden Abgabe- und Werbeverbot belegt und dürfen nur in
gesonderten Geschäften und an Erwachsene verkauft werden.
Die Schwelle, ab
der das automatische Verbot greift, wird gesenkt. Es reicht in Zukunft
schon, wenn das ganze Spiel von Gewalt beherrscht wird, auch ohne das
Gewalt verherrlicht wird
(§ 15 Abs. 2 JuSchG). "Dies ist ein klares Signal
für Hersteller und Händler. Der Gesetzgeber sagt sehr deutlich: Diese
Medien gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Ein
Händler, der solche Spiele an Kinder und Jugendliche unter 18 verkauft,
macht sich strafbar", so von der Leyen.
* Auch die Indizierungskriterien der BPjM werden erweitert (§18 Abs. 1
JuSchG). Die Kriterien sind richtungsweisend für die Bundesprüfstelle, um
Medien als jugendgefährdend einzustufen. Künftig werden auch folgende
Spiele indiziert: "Spiele, in denen deutlich visualisierte Gewaltanwendung
mit 'Leben sammeln' oder Erreichen eines weiteren Levels belohnt wird, oder
in denen Mord- oder Metzelszenen detailliert dargestellt werden, kommen auf
den Index", sagt von der Leyen.

2. Verbesserung des gesetzlichen Vollzugs
* Die Größe der Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware
Selbstkontrolle (USK) und der Freiwilligen Selbstkontrolle der
Filmwirtschaft (FSK) auf den Verpackungen der Bildträger wird plakativ wie
die Hinweise zu Gesundheitsgefahren auf Zigarettenpackungen
gesetzlich
festgelegt (§ 12 Abs. 2 JuSchG). "Die Hinweise können gar nicht groß genug
sein.
Sie sind heute fast nur mit der Lupe zu lesen, das bringt gar
nichts", ist von der Leyen überzeugt.
* Gesetzliche Zulassung von Testkäufen durch die zuständigen Behörden,
damit diese besser kontrollieren können - Änderung des § 28 Abs. 4 JuSchG.
"Wir müssen die schwarzen Schafe unter den Händlern erwischen, wenn sie
leichtfertig verbotenerweise Spiele an unsere jugendlichen Testkäufer
verkaufen", sagt von der Leyen.
* Initiative zur Umrüstung von Kassensystemen, damit das Verkaufspersonal
durch akustische oder optische Warnhinweise auf die
jugendschutzrechtlichen Abgabeverbote hingewiesen wird. "Wenn die Spiele
dann über die Ladentheke gehen, ist es nicht mehr zu überhören, dass es
sich um ein Spiel handelt, das nicht an Jugendliche unter 18 verkauft
werden darf", erklärt Bundesministerin von der Leyen.

3. Qualitätssicherung der Jugendschutzentscheidungen
* Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle soll transparenter und
effektiver gestaltet werden. "Zudem möchte ich die Länder dafür gewinnen,
dass sie kurzfristig ihr personelles Engagement bei der USK verstärken.
Wir werden dann mehr Personal für diese wichtige Aufgabe zur Verfügung
haben", so Laschet.
* Die Kriterien für die Alterskennzeichen sollen konkreter gefasst werden.
Dies beinhaltet auch die Abgrenzung zu den Indizierungskriterien der
Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM).
* Durch die Mitwirkung von Vertretern der BPjM an den Prüfungen der USK
soll sichergestellt werden, dass die Indizierungskriterien verstärkt in
die Entscheidungen einfließen.

4. Kommunikation
* Die USK wird eine offensive Informationspolitik zu Entscheidungen der
Alterskennzeichnung starten. "Dann wissen Händler und Eltern leichter,
welche Spiele für Kinder in welchem Alter erlaubt sind", sagt Laschet.
* Es wird eine Initiative der Jugendministerkonferenz,
Kulturministerkonferenz und des Bundesfamilienministeriums für einen "Tag
des Jugendmedienschutzes" im Zusammenhang mit einer "Woche des
Jugendschutzes" gemeinsam mit den Kommunen angestrebt. "An diesem Tag soll
der Jugendmedienschutz verstärkt an Schulen im Unterricht thematisiert
werden", so Laschet.
* Eltern sollen besser informiert werden. Zudem sollen die
Beratungsangebote für Eltern durch Wirtschaft, Länder und Bund verbessert
werden. Dazu werden die Servicetelefone von USK und BPjM ausgebaut.
* Ende 2007/Anfang 2008 soll eine Europäische Fachkonferenz unter dem
Titel "Quo Vadis Jugendmedienschutz?" stattfinden. Ziel ist es, Eckpunkte
für die Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens zwischen
Schutzerfordernis, Selbstbestimmung und internationalen Regelungen zu
definieren."

(Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ v. 13.02.2007)
#2 Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Aglazan 21.02.2007 11:00

Es ist nicht ganz so übel wie der bayrische Entwurf, der letzten Freitag im Bundesrat an die Ausschüsse verwiesen wurde (und btw auch gegen Gotcha, Paintball und Live-Rollenspiele, in denen Schusswaffen-Imitate vorkommen geht), aber er hat ähnlich dämliche Passagen.

<rant>
Automatische Indizierung (ab 18, Werbeverbot und nur seperater Verkauf ist da ja jetzt schon gültig) von "gewaltbeherrschten" Spielen... das ist so was von vage, damit trifft man so ziemlich alles von Commander Keen und Super Mario über sämtliche Scrolldown-Shooter wie Space Invaders bis hin zu quasi allen Rollenspielen.
Da bleiben dann nur noch die "netten" Renn- und Sportspiele (also Fußball, nicht etwa Wrestling) und vielleicht noch Kartenspiele. Schach ist auch schon grenzwertig... da schlägt man ja menschenähnliche Figuren
Mich würde es echt nicht wundern, wenn die paar größeren Entwicklerstudios, die es in D gibt, bald ins Ausland abwandern und nicht mehr für den deutschen Markt entwickeln.

In einem gewissen Maß ist Jugenschutz auf jeden Fall sinnvoll, aber irgendwie geht die jetztige Debatte schon sehr in Richtung Gedankenpolizei... konsequenterweise müsste man jetzt nur noch das Internet für unter 18-jährige verbieten.
Und das dieser blödsinnige Aktionismus dann noch als Allheilmittel gegen Amokläufe verkauft wird, setzt dem ganzen noch die Krone auf. Kann ein denkender Mensch so etwas ernsthaft für bare Münze nehmen?
</rant>

Wenn die Politik wirklich etwas tun will, dann sollten sie dafür sorgen, dass die bisherigen Regeln eher durchgesetzt werden... die Testkäufer z.B. finde ich da keinen so schlechten Ansatz.


Aglazan,
inzwischen ein wenig angefressen von der Debatte
#3 Re: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Miroque 21.02.2007 11:48

ich halte nichts von den immer schärfer werdenden jugendschutzgesetzen. wenn man die aktuellen (darunter auch die altersfreigaben) einhält ist das doch ok, aber das bekommt man ja anscheinend nicht hin, ergo: viel mehr verbieten. find ich ich einfach nur blödsinn

was kommt als nächstes? die indizierung von vampire sowohl bei pnp und bei live weil es ja ein spiel ist in dem man kämpfen kann?
#4 Re[2]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Warpstein 21.02.2007 14:14

In gewissen Sinne stimme ich der Politik eigentlich zu, viele der Sachen die Verkauft werden (z.b viele PC Spiele, Filme) sind meist nur primitiv und dumm, so dass Jugendliche dadurch einfach immer pratziger im Kopf werden.

Ich würde eher den Schutz und die Kontrollen erhöhen aber nicht direkt gleich die Sachen verbieten, diesen "Verbot" werden die meisten Jugendlichen nämlich einfach ignorieren.

Die Sache mit dem FSK war und ist eigentlich eine gute Sache, nur müsste man dies einfach nur verschärfen und diese ganzen Emule (und was es sonst noch alles gibt) Sachen müsste man dann ganz verbieten oder viel, viel schärfer überwachen. (dort bekommen Jugendliche nämlich die Chance irgendwelche Spiele zu ziehen die sie im Handel nicht bekommen würden) ...
#5 Re[3]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 21.02.2007 14:26

Warpstein>In gewissen Sinne stimme ich der Politik eigentlich zu, viele der Sachen die Verkauft werden (z.b viele PC Spiele, Filme) sind meist nur primitiv und dumm, so dass Jugendliche dadurch einfach immer pratziger im Kopf werden.

Und wieviele der "pratzig dummen" Jugendlichen kaufen ihre Spiele und Filme im Laden?

Hey, wer mag, läd sich jeden Tag Gigabyte-weise SNUFFS, Gewaltpornos und Gedärm-Games aus dem Internet, wenn er mag. Und verdealt das dann gebrannt an seine Clique. FSK auf Ladenartikel ist im Jahr 2007 ungefähr genauso wirksam wie Kopierschutz auf Videogames es zu C64- und Amiga-Zeiten war.
#6 Re[4]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Warpstein 21.02.2007 14:35

Stimmt, natürlich ist der FSK nicht mehr so wirksam so wie er eigentlich gedacht war/ist aber dieses FSK schreckt ab und die Jugendlichen müssen eben ihr Spiele aus dem Netz ziehen und deshalb sollte man dieses ebenfalls kontrollieren können und eventuell sogar verbieten Sachen aus dem Inet zu ziehen, auf jedenfall würde es für die Jugendlichen nur noch die Möglichkeit geben Sachen aus dem Internet zu ziehen (also wenn der FSK-schutz erhöht werden sollte) und dies macht es schon schwieriger.
#7 Re[5]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 21.02.2007 15:23

FSK schreckt ab??

Also, soweit ich mich erinnere (meine Teenager-Zeiten sind ein bisschen weiter zurück) gab es für mich keinen größeren Magneten als alles, was nen höheren FSK als ich hatte

Weiß ja nicht, ob sich das geändert hat bis heute ... zu meiner Zeit gab es noch sowas wie den Reiz des Verbotenen. Man wollte ja erwachsen sein, und wer freiwillig vor dem FSK kuschte, war eh ne Voll-Lulle.
#8 Re[3]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Aglazan 21.02.2007 16:20

Warpstein>In gewissen Sinne stimme ich der Politik eigentlich zu, viele der Sachen die Verkauft werden (z.b viele PC Spiele, Filme) sind meist nur primitiv und dumm, so dass Jugendliche dadurch einfach immer pratziger im Kopf werden.

Gut.... diesen Zusammenhang solltest du auch irgendwie belegen können. Ich habe mich vor ein paar Wochen im Rahmen eines Vortrags mit Wirktheorien von Gewalt in Computerspielen beschäftigt. Langfristige Zusammenhänge wurden da meines Wissens nach nie wirklich nachgewiesen, nur ein kurzfristig höherer allgemeiner Erregungszustand, der dann, je nach Methode auch als Agression bezeichnet wurde, oder bei statistischen Untersuchungen korrelative Zusammenhänge, aus denen man aber nicht so einfach Ursache und Wirkung ableiten kann. (plakativ: "Mache noffige Spiele/Filme noffig oder konsumieren noffige Leute noffige Spiele/Filme?")
Wenn du Informationen hast, die ich nicht habe, immer her damit. Man lernt nie aus.

Warpstein>Ich würde eher den Schutz und die Kontrollen erhöhen aber nicht direkt gleich die Sachen verbieten, diesen "Verbot" werden die meisten Jugendlichen nämlich einfach ignorieren.

Bestehende Regelungen besser durchsetzen, z.B. mit jugendlichen Testkäufern, die herausfinden, ob ein Laden an zu junge Leute verkauft. Und dann den Handel zur Verantwortung ziehen. Jo, das finde ich auch in Ordnung, wie auch beim Alkoholverkauf.

Warpstein>Die Sache mit dem FSK war und ist eigentlich eine gute Sache, nur müsste man dies einfach nur verschärfen und diese ganzen Emule (und was es sonst noch alles gibt) Sachen müsste man dann ganz verbieten oder viel, viel schärfer überwachen. (dort bekommen Jugendliche nämlich die Chance irgendwelche Spiele zu ziehen die sie im Handel nicht bekommen würden) ...

Wenn man nicht will, das Jugendliche an ein Spiel herankommen, muss man es für alle verbieten. Klar, sonst geben die Erwachsenen es ja einfach an die Jugendlichen weiter und das ganze schöne Verbot taugt nichts. In die Richtung geht auch der bayrische Gesetzentwurf.
Dummerweise ist die BRD aber eine Demokratie, in der Erwachsene das Recht haben, sich auch mit Dingen* zu befassen, die die Mehrheit der Leute für Schund, schlechten Geschmack oder doof hält.
(*=Solange sie im gesetzlichen Rahmen bleiben, z.B. in Bezug auf Nazi-Verherrlichungen, Kinderpornographie etc. )
Ich halte es für äußerst gefährlich, wenn angefangen wird, bestimme Meinungsäußerungen oder Kunstformen (worunter nunmal auch Spiele und Filme fallen) nach äußerst diffusen moralischen Kriterien und dem eigenen Gefallen zu bewerten und diese Bewertungen dann in gesetzliche Vorschriften und Verbote umzumünzen.
Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, gab es das viel zu oft (Groschenromane, Swing, Rock'n'Roll, Comics) und nie hat ein Verbot wirklich etwas gebracht, außer dass die Empörung der selbsternannten Sittenwächter sich nach einigen Jahren ein neues Ziel suchen musste, weil die Jugend ihrer Meinung nach immernoch dumm, kriminell und überhaupt viel schlechter als früher war.
#9 Re[4]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 21.02.2007 17:30

Rant <ON>.

Zudem nicht das Problem vergessen werden darf, dass Dinge, die einmal in Dtl. auf dem Index gelandet sind, dort nie wieder runter kommen. Deshalb findet man in Videotheken zuweilen ältere Filme bei den FSK-18-Pornos versteckt, die nach heutigem Dafürhalten bestenfalls FSK-16 kriegen würden.

Und deshalb gibt es bis heute in Dtl. nirgendwo regulär "Die Geschichte der O" zu kaufen, obwohl sowohl der Roman als auch die Siebziger-Jahre-Verfilmung desselben in Frankreich ein Stück Nationalkulturgut sind (und der Roman in der Beschreibung von Details nach heutigem Maßstab nun echt nicht "off limits" ist).

Ebenfalls nicht vergessen werden darf, dass Politiker das Thema Jugendschutz und Verbote stets populistisch auszuschlachten versuchen - und zwar immer wieder. Da braucht nur irgend ein Medien-Fozzy einen Zusammenhang zwischen dem Ausrasten eines Jugendlichen und seiner Liebe zu Trading Card Games herzuleiten, und schon schreit der nächste, der keine Ahnung von CCGs auf, dass die weg müssen.

Siehe Letztens im Stern: Ein Artikel prangert Rollenspiele (in jenem Fall war ein Final-Fantasy-ähnliches Anime Game) an, weil zwo Kids in irgendwo nachdem sie das Spiel zockten mehrere Leute mit einem Samuraischwert umbrachten (daher auch der Zusammenhang: Samuraischwert bedeutet für Presse-Heinis Manga. Hätten sie wen erschossen, wäre es wegen Ego Shootern gewesen. Hätten sie jemand gegessen, wäre vermutlich Tim Mälzer Schuld).

Unsere heutige Gesellschaft basiert eben nicht nur auf zunehmender Verrohung (angeblich durch Gewaltgames & Co.), sondern vor allem auch durch ein sich gegenseitig hochschaukelndes Wechselspiel von Medien und Politik, die BEIDE darauf angewiesen sind, Themen plakativ und leicht verständlich an "das Volk" zu bringen. Und im Schatten derartiger, aufflammender, an Einzelaktionen aufgehängter Artikel-Eruptionen verdienen sich auch Unternehmen dumm und dämlich (siehe Tamiflu – ein angeblich vor der nächsten Epidemie schützender Impfstoff, der zu Milliardenbeträgen weltweit von den Nationen gekauft wird wie doof, um die Massen zu beruhigen, und dessen Wirksamkeit nachfewiesener Maßen in etwa 2 Tagen Bettruhe und Tee trinken entspricht).

Rant <Off>.
#10 Re[5]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Aglazan 21.02.2007 18:03

raben-aas>Zudem nicht das Problem vergessen werden darf, dass Dinge, die einmal in Dtl. auf dem Index gelandet sind, dort nie wieder runter kommen. Deshalb findet man in Videotheken zuweilen ältere Filme bei den FSK-18-Pornos versteckt, die nach heutigem Dafürhalten bestenfalls FSK-16 kriegen würden.

Erfreulicherweise muss ich dir hier wiedersprechen. So etwas kann sich ändern (weiß ich wegen River Raid ). Nach 25 Jahren wird neu verhandelt oder gestrichen. Möglich ist das auch wenn sich die Rechts- und Sachlage geändert hat, dann muss das aber ein am Verfahren beteiligter beantragen.

Ansonsten Zustimmung
#11 Re[6]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 22.02.2007 08:33

River Raid war indiziert? Da kannst du mal sehen, wie effektiv FSK ist ... mir war das bis heute völlig unbekannt (und ich habe VIEL River Raid gezockt. Ich hatte nur leider keinen Düsenjäger, um damit entlang der Havel Brücken zu zerschießen)
#12 Re[5]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von Sue 22.02.2007 10:39

raben-aas>Siehe Letztens im Stern: Ein Artikel prangert Rollenspiele (in jenem Fall war ein Final-Fantasy-ähnliches Anime Game) an, weil zwo Kids in irgendwo nachdem sie das Spiel zockten mehrere Leute mit einem Samuraischwert umbrachten (daher auch der Zusammenhang: Samuraischwert bedeutet für Presse-Heinis Manga. Hätten sie wen erschossen, wäre es wegen Ego Shootern gewesen. Hätten sie jemand gegessen, wäre vermutlich Tim Mälzer Schuld).


Ich hab zufällig die Sendung gesehen, wo das Mädel befragt wurde, wie sie die Sache erlebt hat und sie hatte selbst gesagt, dass der Film (Final Fantasy Advent children oder so) nicht wirklich mit dem Geschehen zu tun hatte, dass die Typen sich zwar einmal mit dem Namen aus dem Film angeredet haben aber sonst nicht mal ein Wort darüber verloren haben, dennoch wird das in den Medien und in der Politik hoch gezogen, als sei das und Dinge wie Rollenspiel, Shooter verantwortlich.
[signature]Gaude, Sion filia!
Iubila, Ierusalem!
Tuus rex en advena
Veniet ferens pacem.
Gaude, Sion filia!
Iubila, Ierusalem![/signature]
#13 Re[6]: Rant: Neuerungen beim Jugendschutz von raben-aas 22.02.2007 10:53

Um den Kommentar der Bundesprüfstelle zu River Raid zu zitieren:

"Jugendliche sollen sich in die Rolle eines kompromisslosen Kämpfers und Vernichters hineindenken (...). Hier findet im Kindesalter eine paramilitärische Ausbildung statt (...). Bei älteren Jugendlichen führt das Bespielen (...) zu physischer Verkrampfung, Ärger, Aggressivität, Fahrigkeit im Denken (...) und Kopfschmerzen."

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