#1 Vampir(film)-Schwemme von Aglazan 15.01.2009 17:33

Wenn man einen Blick ins Fernseh- bzw. Kinoprogramm wirft, hat es stark den Anschein, als ob Vampire wieder in Mode wären.

Moonlight, Blood Ties, Twilight, So finster die Nacht - habt ihr die Serien bzw. Filme gesehen? (Ich nämlich leider nicht)
Taugen sie als Inspiration für's Requiem Live? Welche Sicht haben sie auf Vampire?

Und noch interessehalber: gab es bei euch schon Leute, bei denen durch diese neuen Filme das Interesse am Vampire Live geweckt wurde?
#2 Re: Vampir(film)-Schwemme von Sebastian 16.01.2009 00:44

Ich kenn nur Moonlight und das hat mich nicht so vom Hocker gerissen. Der Protagonist war mir zu Weichspüler-mäßig - das Beste an der Rolle war seine Schwäche für Frauen, ansonsten fällt er mir zu sehr in die Kategorie "guter Vampir". Aber wer weiß was weitere 2-3 Staffeln geschafft hätten, wenn sie denn produziert worden wären. Ansätze waren da.

Die Rolle seines engsten Vampirfreundes fand ich ganz nett und traf das Klischee des Ventrue-Finanzgenies-Drecksacks plus eine nette Anwandlung, was seinen Zeugungsversuch seiner Geliebten anbelangt - aber ich will mal nicht spoilern.

Inspiration fürs Requiem kann man aus der Serie schon ziehen - in einer Folge wurde das Thema Gier nach Blut, die sogar die Liebsten gefährden kann, aufgegriffen und an eine weitere erinnere ich mich, in der es um die Vampirgesellschaft und deren Gesetze ging und in der am Ende ein Vampir hingerichtet wurde - von den Cleanern (die waren natürlich cool mit schwarzem Leder und so )
Also schon ganz nett, aber da gibts wohl besser Filme um sich inspirieren zu lassen.

Das Vampire tags und bei Sonnenlicht durch die Gegend laufen ist natürlich skandalös - aber man gewöhnt sich recht schnell daran.
#3 Re: Vampir(film)-Schwemme von raben-aas 16.01.2009 11:12

Streng genommen ist es eher skandalös dass Vampire nur nachts umgehen – das nämlich ist ein Vampirbild, das erst durch Hollywood (bzw. Hammer Productions) aufkam. In der Legende ist da keine Rede von.

Davon ab: JA, wir haben eine neue Vampirschwemme, losgetreten in den USA durch einige neue Romane, allen voran "Biss zum Morgengrauen".

Dass erfolgreiche Vampir-Erzählungen meist einen männlichen Weichspül-Vampir im Fokus haben war schon immer so, eigentlich. Ist halt was für die Leserinnen zum Anschmachten

Ich denk jedenfalls dass uns das nur gut tun kann: Auch der erste Vampir-Boom in den Neunzigern (inkl. Enntstehung von Maskerade) kam ja durch die damalige Begeisterung in breiteren Teilen der Öffentlichkeit (Anne Rice) zustande.

Wenn der aktuelle Boom an Vampir-Romanen und in Folge Serien und Filmen anhält: Spitze für uns alle!
#4 Re: Vampir(film)-Schwemme von Sam 18.01.2009 18:42

Kommt auf die Legenden an. Es gibt schon Legenden, nämlich die von den Wiedergänger (so nannte man die ja auch mal), die nachts zurück kommen von den Grabfeldern und sich an den Lebenden rächen/laben.

Allerdings muss ich meinen Vorredern zustimmen, was die Filme/Serien angeht. Moonlight ist zum Davonlaufen. Weichgespültes Rumgejammere. Bei Twilight weiß ich nicht, ob ich ins Kino gehen soll oder warten soll, bis es den auf DVD gibt, um dann zu bereuen, dass ich den Film gekauft habe.

Ich fand Interview mit einem Vampir damals ganz toll, allerdings finde ich Anne Rice manchmal schon sehr langatmit, wenn man es ließt. Was mich richtig geärgert hat, war Königin der Verdammten. Das Buch war spitze, der Film total scheiße. Lestat als Rockstar ist zwar ne coole Vorstellung, aber die schauspielerische Leistung des Darstellers ließ zu wünschen übrig. Tom Cruise war damals cooler.
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