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#31 Re[4]: Requiem versus Maskerade von Allan 05.02.2007 21:56

raben-aas>Ja, aber ob jemand bleich ist, erkennt ein Maskerade-Vampir nur durch genaues Hinsehen bei nächster Nähe (denn: Vampire sehen im Dunkeln witziger Weise nicht besser als Menschen). Requiem-Vampire sehen und erkennen einander auch auf 100m Entfernung.

raben-aas>Bedeutet: Ein Requiem-Vampir, der den Kurfürstendamm hinabgeht, sieht und erkennt automatisch alle Vampire, an denen er vorbeikommt oder die z.T. weit vor ihm über eine Kreuzung gehen. Der Maskerade-Vampir kann auf der gleichen Strecke vielleicht 20-30 Personen (von hunderten) lange und genau genug betrachten und erwägen, ob diese vielleicht bleich weil tot oder nur bleich weil erkältet sind.

Auslegungssache. Regelwerk sagt man muss ihn sehen... wie genau das jetzt sein muss, bleibt bei der SL.
Und Vampire erkennen, hängt von der Menschlichkeit ab. Pfadanhänger und Vampire mit wenig Menschlichkeit sind so offensichtlich, dass man sie höchstens mal mit Menschen verwechseln kann. Wobei der durchschnittliche Sterbliche sowas verdrängt.

raben-aas>Oh ja, super. Da freu ich mich drauf, nem Vampir zuzusehen, der nachts durch Kneipen tingelt und nach reizbaren, wahnsinnigen oder von Schönheit faszinierten Gästen Ausschau hält

Vampire sind nicht nur in Kneipen. Vampire HABEN ihre Eigenheiten. Diese kann man erkennen. Und du widersprichst dir, wenn du sagst, dass es dich stört, wenn Vampire immer automatisch in Domänen auftauchen und es gleichzeitig seltsam findest, wenn sie nach anderen Vampiren suchen.

raben-aas>Sind es im Regelfall aber nicht, schlicht weil sie nicht deine Probleme haben. Sie können dich nicht verstehen, deine Konflikte nicht nachvollziehen und dir nichts über dein Requiem und deinen Platz in der Welt erzählen. Zudem kannst du mit einem Ghul ohnehin kein normales Gespräch führen, da dieser dank Vinculum voll auf dich fixiert ist und dir eh nach dem Mund redet.

Und die finsteren, tragischen Gestalten stehen dann im Elysium und reden über ihre Gefühle á la Selbsthilfegruppe?

Allan>>Abgesehen davon reicht es für soziale Kontakte aus, sich mit den Vampiren des eigenen Bundes zu treffen.

raben-aas>Ja. Aber wenn du das tust, läufst du Gefahr, in Unkenntnis der Entwicklungen in der Domäne unerkannt ins Messer zu laufen. Es ist für jeden Vampir eindeutig weiser, sich in mehrere Richtungen zu orientieren und seine Kontakte nicht so zu beschränken.

Wenn sich die Bünde nicht treffen gibt es keine Domänenentwicklung. Und wenn es eine gibt, reicht ein Vertreter ja wohl aus, um das Wichtige mitzukriegen.

raben-aas>Das Vampire Live Rollenspiel hat einige Besonderheiten hervorgebracht, die viele Spieler heute mit Eigenarten des Systems schlicht verwechseln.

raben-aas>So kommt es in jeder Maskerade-Domäne fast allwöchentlich (oder was immer die Spielfrequenz ist) vor, dass neue Vampire anreisen und andere abreisen oder verschwinden. Im Tischrollenspiel zu Maskerade sind die Domänen aber keineswegs Verschiebebahnhöfe reisender Neonaten!

raben-aas>Diese "Live-Verzerrung" wird bei Maskerade aufgrund der Gewöhnung billigend in Kauf genommen - obwohl sie Stuss ist - unterdessen die Gründe, die bei Requiem gegen das Reisen sprechen, als großes, ja, unüberwindbares Problem gesehen werden.

raben-aas>Und das, wohlgemerkt, obwohl es für Requiem sogar ein Quellenbuch extra über reisende Vampire gibt ("Nomads").

Da es hier allein um das System geht, ist das kein sinnvolles Argument. Wenn man sich bei Requiem daran gewöhnt, dass alle Ventrue Pilzhüte tragen, dann kann da das System auch nichts dafür.

Allan>>Nosferatu haben immernoch Verdunkelung

raben-aas>Richtig. Aber sie haben keinen Grund mehr, in der Öffentlichkeit verdunkelt herumzulaufen.

Auch wenn ich in Requiem erst einen physisch verformten Nosferatu gesehen hab, gibt es diese Variante noch was bewirkt, dass sie sich tarnen müssen. Zudem wollen die wenigsten Vampire unter Sterblichen dermaßen unangenehm auffallen, wie es alle Nosferatu tun würden und verdunkeln sich dementsprechend eher in der Öffentlichkeit.

Allan>>und wieso sollten sie in ihren Löchern überhaupt verdunkelt sein?

raben-aas>Es ging mir nicht um die Kanalisation, sondern um die Live-typischen Treffen an anderen Orten.

Wie Elysien, wo Vampire unter sich sind?

Allan>>Vampire als Konkurrenten:
Allan>>Auch wenn sich Masqueradevampire als Konkurrenten empfinden, ist es doch ein Unterschied, ob man die Macht des anderen ständig spürt oder sich mehr um Jagdgebiete streitet.

raben-aas>Man spürt bei Requiem die Macht des anderen aber nicht ständig (zumindest nicht in dem Maße, dass sie das Verhalten signifikant beeinflussen würde). Der Makel des Raubtieres gilt nur bei ERSTBEGEGNUNG. Klar weiß ich ab da, dass der andere ggf. härter ist als ich - aber das weiß ich bei Maskerade auch (die wenigsten Ahnenn und Ancillae bewegen sich inkognito).

Der Predator's Taint tritt bei jeder Begegnung auf, ist nach dem ersten mal aber leichter zu kontrollieren.

Allan>>Mord:
Allan>>Fakt ist, in Requiem muss man weniger Angst vor älteren und mächtigeren Vampiren haben, weil es einfach weniger gibt.

raben-aas>Unzutreffend. Der Erschaffer und Großerschaffer meines Feindes sind eine sehr reale Gefahr (ggf. mehr Potestas, mehr Alter), Brut und Großbrut ebenso (mehr Annzahl als ich alleine). Wenn ich bewerten muss, ob ich eher Angst vor einer Gruppe Vampire habe, die persönlich mit meinem Opfer verwandt sind und ggf. instinktiv wissen, dass ich der Mörder bin, oder ob ich Angst vor einem Sheriff habe, der keinen Dunst hat, dass ich es war und in aller Regel ein an Mordaufklärung völlig uninteressierter Sesselfurzer bzw. ein Bestechlicher ist, hab ich vor der Meute der Familie, die mir BLutrache schwört, wohl mehr Angst.

Ok, wo ist dann der große Unterschied zu Masquerade, wenn man immernoch vor mehreren Generationen älterer Vampire Angst haben muss. Nur weil nirgendwo Jyhad steht, heißt das nicht, dass er nicht da wäre.

raben-aas>Was ja okay ist. Solange das Prinzip sich eben langsam "ausgleicht" (unterm Strich wird die Zahl der Charaktertode bei gleicher grundlegender Art der Spielhärte gleich bleiben: Bei Requiem werden die Konflikte in der Domäne härter geführt - was SC Tode begünstigt, keine Frage - dafür fallen die klassischen "Schlachten-Plots" (Sabbat, Anarchen, Werwölfe) weg. Zwar gibt es Belials Brut, VII und Werwölfe, aber alle drei sind als Antagonisten WEIT weniger präsent (BB und VII, weil sie generell seltener sind, und die WErwölfe, weil diese als Rasse nix gegen Vampire haben (die sind ihnen tendenziell scheißegal)).

Schlachtenplots in Masquerade? Wo passiert denn sowas? Werwölfe sind extrem selten in Städten. Anarchen sind eine Bewegung, die größtenteils mit der Camarilla kooperiert und damit im Prinzip teil von ihr ist. Zusätzlich sind sie und auch der Sabbat vom System her, vor allem im westlichen Europe, Deutschland eingeschlossen, nahezu nonpräsent.

Allan>>Metaplot:
Allan>>Wieso es ein Vorteil ist, wenn keiner da ist, verstehe ich nicht ganz. Man muss ihn ja nicht spielen, es ist nur stylisch Teil einer Jahrhundertealten Gesellschaft und eines teilweise Jahrtausendealten Clans zu sein. Da kann man so lokal sein, wie man will.

raben-aas>Das ist reine Geschmackssache. Mein Empfinden ist: Wenn meine Existenz als einzelner Vampir in Relation gesetzt wird zu einer tausendjährigen Geschichte von Übervampiren, die sich - und das ist der kritische Punkt - auch heute noch fortsetzt, und zwar ohne dass ich darauf den geringsten Einfluss habe, dann bin ich ein kleiner doofer Furz und völlig irrelevant. Wenn aber alle Vampire meiner Domäne nur das "hier und jetzt" als Story haben (plus einige alte Legenden) und die Domäne - d.h. hier: ALLES, die ganze Erlebniswelt aller Charaktere - durch MICH gestaltet werden kann, dann finde ich das wesentlich stylischer als Zuschauer zu FÜßen von Giganten zu sein.

Die Camarilla ist kein omnipräsentes Imperium, sondern ein lockerer Verbund von Domänen mit einer Hand voll Archonten und Alastoren, die sicherstellen, dass die Maskerade gewahrt bleibt.

raben-aas>Erstens: Persönlicher Horror beginnt bei der einzelnen Figur des Vampirs. In Ermangelung von Jyhad und Metaplot (ablenkende Faktoren, da der Charakter hierauf keinen Einfluss hat) ruht der Fokus stärker auf dem einzelnen Vampir.

Wenn man etwas nicht beeinflussen kann, lenkt es nicht ab.

raben-aas>Zweitens: Der persönliche Horror ist in beiden Systemen geprägt vom Gedanken schwindender Menschlichkeit, dem langsamen Fallen an die Bestie. Requiem begünstigt dieses Spiel um Moral und Ethik durch das Prinzip von Tugend und SÜnde. Maskerade schwächt das Drama schwindender Humanitas sogar noch ab, indem es mit den Pfaden quasi die Penicillin-Kur gegen Gewissensbisse anbietet. Bei Requiem gibt es keinen Ausweg, keine Alternative zur Moralität. Bei Maskerade gibt es ein reichliches Angebot vo "kewlen Pfaden", mit denenn du "voll evil" sein kannst ohne Gewissensbisse zu haben. Damit ist der persönliche Horror weg.

Wenn persönlicher Horror durch versiegende Menschlichkeit -> Unmenschlichkeit - entsteht, dann ist ein unmenschlicher Pfad in meinen Augen eine Steigerung. Und auch wenn es teilweise nicht so gespielt wird, geht es hier um das System und da kann man auf jeder 2ten Seite lesen, dass Pfade nicht einfach Entschuldigung für Metzelorgien sind. Einen Pfad zu spielen ist deutlich schwieriger als Menschlichkeit und verdeutlicht sehr gut, das Vampire tatsächlich Monstren sind.

Allan>>Clans&Blutlinien:
Allan>>Das Problem das ich habe, ist, dass man innerhalb der Clans wenig Auswahlmöglichkeiten hat und die vielen, vielen Blutlinien für eine einzelne Domäne keinerlei Relevanz haben, da sie meist irgendwo ganz woanders existieren.

raben-aas>Das ist schlicht unrichtig. Es trifft auf Einzellinien wie die Bruja oder die Oberlochs zu, aber mit der Option, dass sich jedes MItglied eines Clanes in etwa 10 Blutlinien "fortentwickeln" (= ihnen beitreten) kann (Tendenz steigend), hat jeder Requiem Charakter faktisch mehr Entwicklungsmöglichkeit im Blut, als der auf Clan = Disziplinen, Schwächen, Politik, Grundauffassungen und Generation festgetackerte Maskerade-Vampir.

Wenn man nur Stereotypen spielt und überliest, dass das System aussagt, dass man das nicht tun soll und sie nur da sind, um den Clan zu definieren, ist man selber schuld. Grundschwächen hat immernoch jeder. Disziplinen kann man immernoch jede erlernen und man ist nur durch seine (relativ frei wählbare) Generation "festgetackert". Und in diesem Punkt hat man deutlich mehr Freiheiten als ein "1-2 oder 3, aber dann kann bin ich pleite" Requiem Vampir.

Allan>>Ausserdem sind die 13 Clans weder omnirpäsent noch allmächtig und die wenigen Blutlinien, die es gibt, existieren nicht nur für Powergamer. Selbst wenn man keine davon spielt, kommt damit eine gewisse Exotik ins Spiel, wenn man weiß, dass es da noch mehr gibt. Wenn es 200 Blutlinien gibt, sind die eben was alltägliches.

raben-aas>Du widersprichst dir in einem fort. Einerseits sind Blutlinien zu exotisch und selten, weil sie irgendwo anders existieren, andererseits zu banal, weil es zu viele davon gibt.

Masquerade: Exotisch Requiem: viele -> banal

raben-aas>Jeder "reguläre" Requiem-Vampir hat inplay vielleicht von 5 Blutlinien "mal was gehört" (vielleicht Name, eine Legende, eine angebliche Kraft). Dass es in Wahrheit inzwischen so ca. 50 gibt, spielt in der Wahrnehmung der Charaktere und somit im Spiel keine Rolle (es sei denn, der Erzähler will es so).

Man hat nur von ca 5 gehört und gleichzeitig gehört fast jeder einer an und kann sich zu ca. 10 entwickeln? Das passt nicht zusammen.

Allan>>Wie oben schon gesagt, gibt es auch in Masquerade Sippen eng verwandter Familien innerhalb eines Clans. Mag sein, dass es mangelhaft ausgespielt wird; das liegt aber nicht am System. Das es da noch mehrere Dutzend Linien mit Sonderkräften geben muss, leuchtet mir nicht ein.

raben-aas>Und was ist schlimm daran? Du kannst die Blutlinien bei Requiem voll ignorieren, wenn es dir gefällt, und wenn dir die 5 Clane ann Variabilität nicht genügen, bietet das System dir die Option und lässt dir auch inplay die Freiheit, daran etwas zu ändern. WENN du willst. Ich verstehe nicht, was daran schlecht ist, eine Wahl zu haben.

Du kannst immer alles ignorieren und ändern, wenn es dir nicht passt. Das spricht aber nicht für ein System.

Allan>>Vielmehr finde ich es sogar ein wenig hemmend für größere Familienentwicklung, wenn es eine große Anstreungung darstellt einen Vampir zu erschaffen. Wobei die existenten Familien dann zugegebenermaßen engere Verhältnisse haben dürften.

raben-aas>Exakt. Plus: Der erschwerte Erschaffungsmechanismus bei Requiem blockiert einerseits die im Maskerade Live oft heiß umstrittene Unlogik der "Massenerschaffung" UND unterfüttert zudem sinnvoll das Argument, warum jeder Erschaffer sich gut überlegt, ob er ein Kind erschafft und WER dieses Kind sein wird. BEi Maskerade musste als Begründung stets hinhalten, dass die Erschaffung "Vom Prinzen verboten" ist. Warum allerdings der Prinz schon aus reinem EIgenmachterhalt nicht jedes Jahr 4 Kinder erschafft bzw. warum die Gangrel von ihrer (korrekten) Auffassung, dass kein Prinz der Lüneburger Heide existiert, Gebrauch machen, ist stets etwas schwammig geblieben (ja, es gibt auch bei Maskerade Gründe, nicht zu viele Kinder zu erschaffen - trotzdem bleibt fraglich, warum nicht von der Camarilla enntäuschte Vampire zur "Sabbat-Taktik" der Massen- oder sagen wir Serienerschaffung greifen, um unliebsame Prinzen zu ärgern (Smiling Jack ist hier der einzige dokumentierte Sonderfall. Warum?).

Weil sie umgebracht werden, die Maskerade damit in die Tonne kicken, sie auch keine 20 neuerschaffenen Vampire kontrollieren können, ihnen ihr Blut vielleicht mehr wert ist, sie vielleicht nicht 20 unschuldige Sterbliche ins Verderben reissen wollen, es ihnen ausserdem die Nahrungsgrundlage nimmt und die konditionierten Ghule und der ein oder andere treue Neonate und Ancilla, ausgestattet mit besserem Equipment, bezahlt von den größeren Ressourcen des Prinzen und der Ahnen, einfach BESSER sind als die neuen Vampire, die du gerade embraced hast und unter Umständen gar keinen Grund sehen den Befehlen des Monsters, das sie gerade umgebracht hat zu gehorchen. etc....

Allan>>Zusammenfassend halte ich, neben einigen Makeln im Style des Spiels, Requiem für weniger gut geeignet (nicht gleichbedeutend mit "ungeeignet", es ging um einen Vergleich) Live zu spielen, da mir immernoch nicht ganz einleuchtet, wieso sich Vampire, die nicht einem Bund angehören nicht einfach aus dem Weg gehen.

raben-aas>Wenn das dein ARgument ist: Das ist für das Live-Spiel doch völlig WURST! Die meisten Vampire SIND ja in irgendeinem Bund. Die Ungebundenen bei Requiem entsprechen in Zahl und lokaler Bedeutung recht genau den Anarchen (sind aber leichter zu spielen, da sie bei Requiem besser mit den Vampiren der BÜnde harmonieren können als Anarchen mit der Camarilla).

Anarchen kann man je nach Konzept gut in die Camarilla integrieren. Ausserdem ist das nicht "mein Argument"... ich diskutiere hier bereits seitenlang mit dir.

raben-aas>WENN du einen Freien bei Requiem spielst und das Problem hast, dass du seine Motivation, an Treffen teilzunehmen, nicht verstehst, dann DENK DIR WAS AUS. Es gibt gewiss Freie und ja auch Mitglieder von Bünden, die NICHTS mit Vampiren außerhalb ihres Bundes bzw. ihrer Clique zu schaffen haben wollen - aber das sind NICHT die VAmpire, die wir live spielen, sondern HINTERGRUND-Charaktere (die von der SL per Brief-Spiel oder als SL-NSC auf Bundtreffen simuliert oder eben völlig ignoriert werden).

Wenn ich aber erst um die in meinen Augen unlogischen Faktoren herumdenken muss, um einen Grund zu finden, nicht einfach in meiner Domäne zu hocken und zu tun, was ich will, ohne Gefahr zu laufen, von einem Neugeborenen Fanatiker eines anderen Bundes umgelegt zu werden, dann spricht das nicht für das System.

Allan>>Vielleicht hab ich es überlesen, aber was genau macht denn Requiem so anders? (bzw. nicht zu Masquerade 2.0)

raben-aas>Siehe sämtliche Texte hier und auf www.vampire-requiem-live.de
raben-aas>Wenn du es dadurch nicht erstehst, kann ich es dir nicht erklären.

Ich hab den Teil Requiem vs. Masquerade gelesen und muss sagen, dass mich das nicht überzeugt. Die meisten Punkte hatten wir bereits hier und sind für mich eher Nachteile.
Wenn z.B. Vampire nicht die Welt beherrschen (was sie auch in VtM nur begrenzt gemacht haben), gibt es niemanden der die Maskerade wahrt...

raben-aas>Der Unterschied ist nur, dass es bei aller Präferenz auch objektive, systemimmanente Gründe gibt, die Requiem in Teilaspekten besser für das Live-Spiel eignen lassen als Maskerade. Mechaniken wie das automatische gegenseitige Erkennen als Vampir, Fokussierung der (Live-)Domäne als Dimension der Story, bestimmte Wirkungsweisen der Disziplinen (mehr Diszis, die live gut darstellbar sind), reichere Möglichkeiten der Charakterentwicklung im Spiel (Aufstieg in Hierarchie der Domäne UND des BUndes (voneinander entkoppelt: Du kannst im Bund weit obeen und in der Domäne trotzdem ein kleines Licht sein), Bundwechsel, Blutlinienbeitritt) ...

Wenn Vampire sowieso fast nicht reisen, braucht man den Erkenneffekt nicht. (ausserdem war das für Vampire, die sich auskennen in Masquerade auch nicht so schwer s.o.) Welche sind denn die zusätzlichen, gut darstellbaren Disziplinen? Masquerade-Storys sind ebenfalls auf die Region fixiert,(s.o.) es sei denn die SL möchte was anderes. Wie du oben gesagt hast, was ist denn schlecht daran die Wahl zu haben?
Hierarchien ausserhalb der Camarilla/Domäne gab es auch vorher schon. (siehe Tremere - andere Clansorganisationen - Koterien und Formationen, die sich die Charaktere regional erschaffen)
Besonders die vielfältige Charakterentwicklung sehe ich nicht. Bünde und politische Fraktionen konnte man vorher wechseln. Einer Blutlinie kann man nur einmal beitreten und bis man Blood Potency 4 hat, dauerts auch ewig...

Wie du siehst sind auch "objektive Gründe" eher subjektiv. Für mich macht das nunmal wenig Sinn.

raben-aas>Fluff goes first

Yep.

Abschließend:
Da die Vorzüge der beiden Systeme und die Ansicht derer subjektiv sind und wir beide teilweise mit unterschiedlichen Gesichtspunkten argumentieren, glaub ich nicht, dass es Sinn macht die Diskussion ins ewige fortzuführen. (Ganz abgesehen davon, dass man auf nem Requiemboard generell gesehen (!) auch nicht auf offenere Ohren stoßen dürfte, als auf entsprechenden Masquerade-Gegenstücken)

Ausserdem hab ich weder Zeit noch Lust mich noch häufiger hinzusetzen und ewig lange Text zu schreiben. Da investiere ich lieber meine RPG-Energie in eine Chronik oder so...

Ich spiel aber trotzdem weiter Masquerade und Requiem. Wie gesagt, mir leuchtet nur nicht ein, wieso R. vom System her besser sein sollte; ich sage nicht, dass es schlecht ist. Auch wenn es durch widerverwendete Namen und dem folgenden oft schlechten Ersteindruck bei vielen einfach unten durch war.
#32 Re[5]: Requiem versus Maskerade von Allan 05.02.2007 22:38

Was mir noch eingefallen ist: Ich weiß, dass es nicht besonders toll ist, zu argumentieren und dann "zu gehen". Mir ist nur aufgefallen, dass die Diskussion nach einer gewissen Länge recht arg ins Detail geht, was für mich bedeutet, dass die gewichtigen Argumente schon längst gefallen sind. Und da offensichtlich noch keiner von uns Zeichen der Überzeugung zeigt, ist es eben nicht besonders sinnvoll sich bis in die Ewigkeit an Kleinigkeiten aufzuhängen. Das wir unterschiedliche Meinungen vertreten, hat sich ganz klar gezeigt, aber, wie gesagt, da wir teilweise aneinander vorbeireden und andere Kritikpunkte haben, erkenne ich an, dass es hier nicht zu einem klaren Ergebnis kommen wird und jeder seine Meinung behalten darf.

Es steht jedem also frei, noch auf meinen Beitrag einzugehen oder nicht. Obwohl ich prinzipiell gerne diskutiere, werde ich mich dazu nicht mehr näher äussern; stellt euch einfach vor, ich würde widersprechen ^^

#33 Re[6]: Requiem versus Maskerade von Aglazan 06.02.2007 09:34

Hm. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie verschieden Rollenspielsysteme wahrgenommen und aufgefasst werden, und zwar sogar in ziemlichen Kernaspekten (z.B. persönlicher Horror bei VtM etc.). Besonders erstaunlich, dass das dann auch bei Systemen passiert, bei denen - siehe die WoD-Sachen - recht ausführlich beschrieben wird, was die Intention dahinter ist.
Erinnert mich ein wenig hieran, wenn auch mit anderen Prämissen.

Aglazan, die keine Zeit hat, ewig lange Texte zu schreiben und lieber mal wieder Lernen geht^^
#34 Re[5]: Requiem versus Maskerade von raben-aas 06.02.2007 09:54

Allan>Wobei der durchschnittliche Sterbliche sowas verdrängt.

Das wäre wohl eher Werwolf. Von Verdrängen oder Vergessen steht im Maskerade Regelwerk (Ausnahme: Vorteil Arkan) nix.

Allan>Und du widersprichst dir, wenn du sagst, dass es dich stört, wenn Vampire immer automatisch in Domänen auftauchen und es gleichzeitig seltsam findest, wenn sie nach anderen Vampiren suchen.

Nein, du verstehst mich nur nicht. Mich "stört" es, dass Vampire bei Maskerade "einfach so" auf Sessions auftauchen deshalb, weil nicht vernünftig zu erklären ist, wie dies eigentlich angeht - man nimmt es hin, dass es so ist, und "biegt die Regeln/das Setting zugunsten des Live-Spiels zurecht". Gleichzeitig regt man sich aber über etwaig spielhinderliche Eigenarten bei Requiem (das umgekehrt die obigen Ptoblem perfekt gelöst hat) auf - dabei spricht absolut nix dagegen, den Makel des Raubtieres zu einem Knurren oder Fauchen runterzudeuten, wenn einem Raserei-Gefahr eben zu taff/zu livespiel-hinderlich erscheint.

Maskerade-Fans messen hier schlicht mit zweierlei Maß: Über die Unlogik des eigenen Systems wird hinweggesehen, Requiem dagegen mit der Lupe abgesucht.

Ich sage schlicht: Auch bei Maskerade gab es enorme Faktoren, die das Live-Spiel, wie es dann faktisch gespielt wurde, "unmöglich" (oder nur mit an den Haaren herbeigezogenen Scheinbegründungen) gemacht hätten. Und bei Requiem wird nun, da das Live-Spiel beginnt, das Gleiche passieren. Soll heißen: Jene Faktoren, die als livespiel-hinderlich empfunden werden, werden "überspielt" werden.

Allan>Und die finsteren, tragischen Gestalten stehen dann im Elysium und reden über ihre Gefühle á la Selbsthilfegruppe?

Nein. Und du wirst polemisch. Was ich meinte, ist, dass du dich als Mensch ja auch nicht mit Affen oder nur deeinen Haustieren unterhalten kannst. Du kannst auch nicht nur mit deinem Schachcomputer Schach spielen, ohne dabei "wunderlich" zu werden. Du brauchst andere Kontakte, mit denen du "auf Augenhöhe" kommunizieren kannst. Wenigstens ab und an (z.B. "einmal alle 14 Tage", und darum geht es ja beim LIVE Spiel, gell? Den Rest der Zeit kannst du ja allein zu hause sitzen und gaanz düster sein oder Ghule foltern).

Genau indem man solche "normalen" Kontakte zu anderen unterhält, vermeidet man es, irgendwann in einer Selbsthilfegruppe zu landen

Allan>Wenn sich die Bünde nicht treffen gibt es keine Domänenentwicklung.

Reine Hypothese. Solange noch 1 Spieler zum Play kommt, gibt es Domänenspiel. Gibt es keines, gibt es keine Live-Runde, und wir brauchen uns nicht drüber zu unterhalten.

Zudem: Mit dem Argument, mit dem du gerade kommst, kannst du das Maskerade-Play genauso killen. Dann kann ich als Neonate des Clanes Borschtsch nämlich auch prima nur mit anderen Neonaten meines Clanes abhängen, statt mich im Elysium von den High and Mighties des Saumagen-Clanes runterputzen zu lassen, gell?

Gibt ja keine Camarilla-Tradition der "Anwesenheitspflicht".

Allan>Und wenn es eine gibt, reicht ein Vertreter ja wohl aus, um das Wichtige mitzukriegen.

Erstens: Dann reicht bei Maskerade auch ein Clansvertreter, um das mitzubekommen. Zweitens: Wenn ich bei Requiem einem einzelnen Vampir so sehr vertraue, dass ich meine, durch seine Schilderungen alles Wichtige wahrheitsgemß zu erfahren, habe ich den Pflock, den ich irgendwann bekomme, voll verdient.

Allan>Da es hier allein um das System geht, ist das kein sinnvolles Argument.

Doch. Ist es. Denn es beweist, dass es das Prinzip des reisenden Vampirs sehr wohl gibt, und dieses Konzept sogar in der Welt der Kinder der Nacht vorgesehen ist.

Allan>Wenn man sich bei Requiem daran gewöhnt, dass alle Ventrue Pilzhüte tragen, dann kann da das System auch nichts dafür.

Genau. Man hat sich beim Maskerade-Live daran gewöhnt, dass alle Tremere Anzüge tragen müssen. Da kann das System nix für. Und es ist STUSS.

raben-aas>>Es ging mir nicht um die Kanalisation, sondern um die Live-typischen Treffen an anderen Orten.

Allan>Wie Elysien, wo Vampire unter sich sind?

Mag sein, dass bei euch jedes Treffen im Elysium stattfindet. In Berlin ist das sehr unüblich. In 9 von 10 Fällen treffen sich Vampire an offenen oder öffentlichen Orten (Parks, Bars, Diskos, Clubs).

Allan>Der Predator's Taint tritt bei jeder Begegnung auf, ist nach dem ersten mal aber leichter zu kontrollieren.

Richtig. Und da er keine Spieleffekte mehr hat, ist er offenbar SEHR leicht zu kontrollieren, sonst kannst du dich drauf verlassen, dass irgendwo ein "Minus X aus alle Würfe betreffs Y" in den Regeln erwähnt würde.

Allan>Ok, wo ist dann der große Unterschied zu Masquerade, wenn man immernoch vor mehreren Generationen älterer Vampire Angst haben muss. Nur weil nirgendwo Jyhad steht, heißt das nicht, dass er nicht da wäre.

Der Unterschied ist, dass jene "mehreren Generationen" sehr direkte Generationen sind, die auch einen direkten, PERSÖNLICHEN Bezug zu meinem Opfer haben. Bei Requiem befürchte ich persönliche Blutrache der direkten Verwandten infolge von Gefühlen des Hasses.

Bei Maskerade fürchte ich dem gegennüber sehr abstrakt und auf einer Meta-Ebene die entfernte Rache ferner Wesenheiten, die mich automatisch wegrotzen, wenn ich sie je treffe, und denen ich zudem scheißegal bin.

Bei Requiem bin ich Fokus des Hasses und Hauptperson und habe eine Chance, vielleicht den Konflikt doch noch zu gewinnen, etwa indem ich mir Unterstützung von Freunden/meinem Bund (und den Leuten, denen ich auf Live-Treffen begegne *hint, hint*) hole. Bei Maskerade bin ich unwichtiger Dreck, der zufällig im Weg herumliegt und beiläufig zerstampft wird, ohne dass es den Power-Ahnen überhaupt interessiert.

Allan>Schlachtenplots in Masquerade? Wo passiert denn sowas?

Hallo? Wo spielst du denn bitte?

Dass diese Fraktionen "eigentlich" nahezu nunpräsent sind, hat nix daran geändert, dass in fast jeder Maskerade-Live-Domäne in jedem Jahr im Schnitt mindestens eine Schlacht stattfindet (zugegeben: In einigenn Domänen nicht, dafür in anderen Domänen aber so gut wie jede Woche).

Allan>Die Camarilla ist kein omnipräsentes Imperium, sondern ein lockerer Verbund von Domänen mit einer Hand voll Archonten und Alastoren, die sicherstellen, dass die Maskerade gewahrt bleibt.

Soweit die Theorie. Das ist aber nicht die gespielte Praxis beim Camarilla-fokussierten Maskerade-Live.

Allan>Wenn man etwas nicht beeinflussen kann, lenkt es nicht ab.

Also, ich fühlte mich vom Kalten Krieg, Tschernobyl und drohendem Atomkrieg in den Achtzigern sehr wohl "abgelenkt".

Allan>Wenn persönlicher Horror durch versiegende Menschlichkeit -> Unmenschlichkeit - entsteht, dann ist ein unmenschlicher Pfad in meinen Augen eine Steigerung.

Nein. Denn der Pfad ist nicht die Konklusion eines tragischen Falles an die Bestie, sondern der Triumpf des unmenschlichen Vampirs über seine Bestie. Pfade sind nichts anderes als die "Lizenz zum Verstümmeln". Egal, wie gut sie begründet sind (und ich mag einige Pfade wirklich sehr).

Allan>Und auch wenn es teilweise nicht so gespielt wird, geht es hier um das System und da kann man auf jeder 2ten Seite lesen, dass Pfade nicht einfach Entschuldigung für Metzelorgien sind.

Wenn auf einer Pistole steht, diese sei nicht dazu gedacht, auf etwas zu schießen, glaubst du das dann auch?

Allan>Und in diesem Punkt hat man deutlich mehr Freiheiten als ein "1-2 oder 3, aber dann kann bin ich pleite" Requiem Vampir.

Was soll das heißen? (Verstehe den Satz nicht)

Allan>Man hat nur von ca 5 gehört und gleichzeitig gehört fast jeder einer an und kann sich zu ca. 10 entwickeln? Das passt nicht zusammen.

Man hat inplay von ca. 5 gehört, man kann einer angehören, wenn man möchte (Potenzial, grundsätzliche optionale Entfaltungsmöglichkeit).

Ich bin in meinem Leben noch nie in den USA gewesen, und vielleicht fahre ich da auch nie hin. Aber ich finde es schön, im Grundsatz diese Möglichkeit, dieses Potenzial zu haben.

Das nennt man "Freiheit".

Allan>Du kannst immer alles ignorieren und ändern, wenn es dir nicht passt. Das spricht aber nicht für ein System.

Doch. Präzise DAS spricht für ein System. Jedenfalls nach meiner Auffassung (und es steht dir völlig frei, lieber ein System zu spielen, in dem alles vorgeschrieben und fest definiert ist - ich HASSE das).

Allan>Weil sie umgebracht werden

Ach ja? Wer will sie denn finden? Wer identifizieren? Insbesondere dann, wenn die Camarilla nur ein "lockerer Verbund mit einigen Archonten und Alastoren" ist, der keineswegs "omnipräsent" ist?

Entsccheide dich bitte mal für eine Art der Auslegung.

Allan>Anarchen kann man je nach Konzept gut in die Camarilla integrieren.

Nein. Denn dann sind es keine Annarchen mehr, nur von Freiheit schwafelnde Camarilla-Mitläufer. Das Anarch Cookbook spricht hier eine SEHR deutliche Sprache.

Allan>Ich hab den Teil Requiem vs. Masquerade gelesen und muss sagen, dass mich das nicht überzeugt.

Wie gesagt: wenn ALL das, was da steht, dich nicht überzeugt, kann ich es dir nicht erklären.

Unterm Strich magst du halt Maskerade. Du bist bereit, jeden Logikmangel bei Maskerade mit Klauen und Fängen zu verteidigen oder dir zurechtzuerklären, und sperrst dich umgekehrt gegen jedes Argument, das die von dir wahrgenommenen "Mängel" bei Requiem dir erklären möchte.

Ist ja auch okay: Es unterstreicht eben deine Präferenz. Spiel Maskerade. And have fun doing so.

Allan>Wenn z.B. Vampire nicht die Welt beherrschen (was sie auch in VtM nur begrenzt gemacht haben), gibt es niemanden der die Maskerade wahrt...

Gibt es doch bei Maskerade auch nicht, wenn die Camarilla nur ein lockerer Bund ist, der keineswegs omnipräsent ist ... wie gesagt: Vergiss es einfach.

Allan> Bünde und politische Fraktionen konnte man vorher wechseln.

Man konnte den Clan wechseln? Muss ich überlesen haben ...

AAS
#35 Re[6]: Requiem versus Maskerade von raben-aas 06.02.2007 09:58

Allan>Ich weiß, dass es nicht besonders toll ist, zu argumentieren und dann "zu gehen".

Ist okay, so hab ich wenigstens das letzte Wort

Allan>Mir ist nur aufgefallen, dass die Diskussion nach einer gewissen Länge recht arg ins Detail geht, was für mich bedeutet, dass die gewichtigen Argumente schon längst gefallen sind.

Nein. Was gefallen ist, sind keine Argumente, sondern eben Polemiken. Argumente können hinterfragt und dann eben mit Details belegt werden. Das ist ihr Wesen. Polemiken hingegen lösen sich auf und zerfasern. Polemiken mögen kürzer und fetziger sein - wichtiger sind sie deshalb nicht. Und richtiger erst Recht nicht.

Allan>erkenne ich an, dass es hier nicht zu einem klaren Ergebnis kommen wird und jeder seine Meinung behalten darf.

Das ist aber nett Neee, ohne Scheiß, ist schon okay. Ich kenne das ja schon aus X anderen Threads ...

Allan>stellt euch einfach vor, ich würde widersprechen ^^

Tata!

AAS
#36 Re[6]: Requiem versus Maskerade von Mutter Maria 05.06.2007 21:31

Sue>Nein, das trifft eher auf den Zirkel der Mutter zu. Die Lancea mag zwar verschiedene Ansichten und Interpretationen haben, aber sie haben eine gemeinsame Grundlage: den Glauben.
Sue>Das ist beim Zirkel der Mutter nicht gegeben. da gibt es die verschiedenen Zirkel und jeder glaubt an etwas anderes, hat andere Riten und Ansichten.


vs. oder so...
[signature]Aus der Hand frisst der Herbst mir sein Blatt:
Wir sind Freunde.
Wir schälen
die Zeit aus den Nüssen und lehren sie gehen:
Die Zeit kehrt zurück in die Schale.
Im Spiegel ist Sonntag,
Im Traum wird geschlafen,
Der Mund redet wahr.
Mein Aug' steigt hinab zum Geschlecht der Geliebten:
Wir sehen uns an,
Wir sagen uns Dunkles,
Wir lieben einander wie Mohn und Gedächtnis,
Wir schlafen wie Wein in den Muscheln,
Wie das Meer im Blutstrahl des Mondes.
Wir stehen umschlungen am Fenster, sie sehen uns zu von der Straße:
Es ist Zeit, dass man weiss!
Es ist Zeit, dass der Stein sich zu blühen bequemt,
dass der Unrast ein Herz schlägt.
Es ist Zeit, dass es Zeit wird.
Es ist Zeit.[/signature]
#37 Re[7]: Requiem versus Maskerade von raben-aas 06.07.2007 11:33

Hi, bin grade beim Stöbern nach was ganz anderem über diese Mail gestolpert, die ich im Zusammenhang mit dem Thema des Threads hier für zitierenswert hielt ...

AAS


+ + + +

FRAGE:
Du hast doch jetzt schon etwas VtR Live Erfahrung.
Sind zum VtM Live gravierende Unterschiede?
Oder ist es doch alles nur das gleiche?
Unterschiede in der SL Führung?
Spielen die Spieler ihre Charis "anders"?

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ANTWORT:

Der erste Grundsatz des Vampire Live Spiels bleibt bestehen: "Das ist eine Frage der SL und der Spieler".

Man kann Requiem unter Garantie genauso nasig und beknackt und powergamig und stumpf spielen wie jede "dank" betr. Spieler/SL nasige, beknackte, powergamige und stumpfe Maskerade-Runde.

ABER das sollte man natürlich nicht

Ausgehen kann ich nur von meiner eigenen VtR-Runde, da ich auch keine andere VtR-Live-Runde durch persönliches Spiel kenne.

Ich habe zu meiner großen Verblüffung festgestellt, dass (zumindest bei uns) VtR wirklich ANDERS gespielt wird als VtM.

Beispiel: Zwei Charaktere die sich nicht kennen stehen nebeneinander an der Theke. Keine 5 Minuten später befinden sie sich in einem ernsten Zwist über das Unleben des Vampirs, was seine Rolle in der Welt ist, was für einen Sinn das Ganze hat.

Die persönliche Rolle des einzelnen Vampirs ist ungleich wichtiger als bei VtM, da die "Über-Ebene" ja komplett fehlt.

Nicht zu verachten ist außerdem, dass mit der Möglichkeit des Bund-Wechsels ein völlig neuer Ansatz für SC-Aktivität vorliegt: Ein bisschen ist das so, als hätten bei VTM die Tremere die Möglichkeit, Brujah oder Ventrue zum Clan-Beitritt zu bewegen (und umgekehrt natürlich).

Du erhältst quasi die VtM-Grundstrukturen, schaffst aber neue Strukturen und Kombinationsmöglichkeiten und damit Plotansätze "on top", und hast auf keiner Ebene den Plotkiller "das würde der Clan nie zulassen", "das handhabt die Camarilla anders", "gegen die Macht der Ahnen hast du eh nix zu melden" sitzen.

In short kann man sagen: Man schenkt sich bei VtR komplett die Ebene des Spiels, mit der sich ohnehin nur die SL beschäftigt hält, und geht gleich in den persönlichen Klinsch der Charaktere zueinander.

Dazu trägt auch bei, dass (zumindest bei uns) speziell solche Leute VtR spielen, denen es bei VtM zu wenig Möglichkeiten für Plots, Veränderungen, Machtspiele, erfolgversprechende Intrigen und umgekehrt eben Spiel mit bewussten Fehlern (Ausraster, Beleidigungen, Fehden etc.) gab.

Plus solche, die anfingen VtM zu spielen weil sie einen VAMPIR spielen wollten, und aufhörten, nachdem sie erkannten dass sie nur "Einheit 12 aus der Klasse der Brujah" darstellten.

Hmm. Wie kann man das noch ausdrücken...

Wenn du 21 VtM-Spieler hast, entstanden daraus (in "Idealverteilung" gerechnet, es geht nur um eine Illustration) 7 Klassen von Charakteren x3 Charaktere. Diese Klassen - Camarilla-Brujah, Camarilla-Gangrel ... - waren innerlich auf "Homogenität" ausgerichtet, ergo hast du im Spiel immer die Dominanz von 7 "Rollenmustern" gehabt. Inklusive zuweilen dem Streit darum, wie "fix" diese Muster sind ("das was du da spielst würde ein Ventrue nie tun").

Bei Requiem hast du die 5 Clane (plus ggf. unbegrenzt viele Blutlinien, aber lassen wir die mal außen vor), die sich dann auf 5 Bünde (plus ggf. unbegrenzt viele kleinere Kabalen innerhalb und außerhalb dieser Bünde) verteilen.

Damit hast du selbst WENN du das Spiel sehr auf Rollenmuster fixieren würdest (ein Mechanismus, auf den VtM-Spieler aus Gewohnheit verfallen könnten) bereits 25 Grundrollen (Carthianer-Daeva, Invictus-Daeva, Lancea-Daeva... bzw. Carthianer-Daeva, Carthianer-Gangrel, Carthianer-Mekhet...).

Bei angenommenen 21 Spielern hast du demzufolge nicht wie bei VtM 7 Rollen vertreten durch je 3 Rollen-Kopien, sondern 21 durch je 1 einzelnen SC vertretene Rollenmuster plus weitere 4 bisher unbesetzte Grundrollen! (5 Clane x 5 Bünde = 25 Rollen-Archetypen)

Damit steht schon mathematisch das Individuum vor der Gruppe, dem Bund, der Klasse, dem Klischee (und auf der "Negativebene" nnatürlich auch vor dem Klischee als Orientierungs-Leitfaden für Einsteiger).

Diese Fokussierung auf das Individuum wird im System stringent durchgehalten, und führt dazu dass man sich weniger hinter seinem Rollen-Klischee "verstecken" kann.

Das wiederum führt (bei uns) zu einem stärkeren "Gloves OFF" Konfliktspiel. Und zwar OHNE dass eine SL mit geladener Waffe hinter den Spielern steht und jammert "nun macht doch mal, büdde".

Klar: Am Anfang gab es auch bei uns Hemmungen, jeder war unsicher, ob er "richtig" spielt ("darf ich mich als Gangrel der Ordo Dracul so verhalten?"), wollte erstmal gucken, wie die anderen spielen.

Nachdem aber in den Köpfen ANGEKOMMEN war, dass das hier nicht VtM ist und jeder einfach gottverdammt den Vampir spielen soll, den er sich rein persönlich vorstellt, und das mit aller Konsequenz - BLAMMO! - ging das Spiel plötzlich ab.

Und feuert seitdem eifrig weiter, mit einer anähernd "arbeitslosen" SL.

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FRAGE:
Was macht, was tut, man tatsächlich in einer Requiem Live Chronik?
Wenn das ohne den naheliegenden Vergleich zu Masquerade beschrieben werden sollte, wie würde diese Beschreibung aussehen?

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ANTWORT:

Okay, eins vorweg: Ich versuche, diese Frage wirklich ohne bezug auf VtM zu beantworten. Dafür will ich dann aber anschließend wenn's geht auch nicht den ewigen Kanon "Das kann man bei VtM auch", "Das ist ja wie bei VtM" oder "Keiner verbietet dir, VtM genau so zu spielen" hören.

Sprich: Wer die folgende Beschreibung doof findet, soll bitte Vampire Requiem Live doof finden, und nicht VtM live "besser".

Wie spielt man Vampire: Requiem LIVE?

Zunächst mal der allgemeine Default: Ich beziehe mich hier darauf, wie WIR VtR Live spielen. Andere Runden mögen es ganz anders spielen, das weiß ich nicht. Ich gehe aber in meiner unglaublichen Arroganz davon aus, dass wir Requiem spielen, "wie es eigentlich gedacht ist".

That being said:

Der besondere Reiz bei Vampire: Requiem Live besteht darin, eine der reizvollsten Gestalten der menschlichen Fantasie zum Unleben zu erwecken.

Bei VtR Live nimmt der Spieler selbst die Rolle eines Vampirs an, also eines gestorbenen und mit dem Blut eines Vampirs zum Unleben verfluchten Wesens an, das versucht, seinen Weg in einer theoretisch unbegrenzt langen Existenz, dem "Requiem", zu finden.

Der Spieler sieht sich ebenso wie sein Vampir bei diesem Vorhaben mit einigen Tücken konfrontiert:

Er ist nämlich keineswegs alleine auf der Welt, und die anderen Vampire haben durchaus ihre eigenen Vorstellungen davon, wie das Requiem ablaufen und welche Rolle der Vampir in ihm einnehmen sollte.

Vampire sind auf die Verfügbarkeit von Blut angewiesen und präferieren damit natürlich Ballungen von Menschen, unter denen sie sich verbergen und von denen sie sich nähren können. Dies führt dazu, dass wo immer sich größere Menschenmengen niederlassen
auch Vampire auftauchen, die sich das verfügbare Revier und die verfügbare Beute untereinander "aufteilen".

Aus dem hieraus entstehenden Interessenskonflikt verschiedener Vampire kann sich keiner der Verdammten heraushalten: Wer nicht beizeiten Allianzpartner sucht und so Stärke in der Gruppe erlangt, riskiert, langfristig an den Rand der Stadt abgedrängt zu werden, wo unbekannte Schrecken lauern und man leicht Opfer der Unheimlichen werden kann, unerkannten Schrecknissen in der Nacht, fremden Vampirkulten sowie Ahnen und Diableristen, die sich vor Hunger nach dem Blut anderer Vampire verzehren.

Die Bünde der Vampire bieten dem Beitrittswilligen gegenseitigen Unterstützung und somit den "Schutz der Gruppe".

Darüber hinaus trachten viele jener Vereinigungen von Vampiren danach, der Existenz des Vampirs mehr Sinn zu geben als ein bloßes "Überleben": Wer die Ewigkeit vor sich hat (und dabei weder von geregelter Arbeit noch von Familie und anderen menschlichen Zerstreungen abgelenkt wird) fühlt allzu bald einen Hunger nach Sinn, nach "mehr".

Natürlich wird die Frage nach dem Sinn des Vampirseins und einer Vision für die Ewigkeit von den Bünden jeweils anders beantwortet, und diese Unterschiedlichkeiten tragen das ihrige dazu bei, die Konflikte zwischen den Bünden zu vertiefen.

Hinzu kommt, dass Vampire tendenziell immer fanatischer werden was ihren Glauben an die ultimative Wahrheit "ihres Bundes" angeht, je älter sie werden (kennt man ja auch von Rentnern und Rollenspiel-Fanboys ). Auch das trägt dazu bei, dass es beständig schwelende und gelegentlich gewaltsam ausbrechende Konflikte zwischen den Vampiren einer Domäne gibt.


Für das Vampire Live Spiel bedeutet das, dass der einzelne Vampir-Charakter im Prinzip überhaupt keinen SL-gesteuerten "lot" benötigt der Art "Die Orks greifen an" oder "ihr findet das Grab eines Ahnen, in dessen Sargplatte ist eine düsterte Prophezeiung gemeißelt, dass morgen die Welt untergeht, es sei denn der Klüngel der 7 gezeichneten Vampire tritt zusammen und schreit 'Schan-Gri-Lah!' auf dem Hügel der 22 Schädel":

Das Spiel benötigt keine "externen Monster" (wie Werwölfe, Dämonen oder unheimliche fremdartige Vampir-Konvente namens VII), denn die SCs sind vom Setup des Systems her sich bereits untereinander spinnefeind (einige mehr als andere).

Jeder SC hat bei jeder Requiem-Sessions zusätzlich zu seinen hoffentlich reichhaltig vorhandenen persönlichen Feindschaften und im Konzept ruhenden Plots folgende Aufgaben, die ihn im Prinzip ohne Ende beschäftigt halten:

1. KRIEG VERMEIDEN. Die Gefahr, bei einem offenen Ausbruch von Gewalt zu Tode zu kommen, sind für den einzelnen Vampir ziemlich groß. Deshalb hat jeder Vampir ein Interesse daran, seine Ziele zwar "mit aller Gewalt" durchzusetzen, dabei aber insgesamt das totale Chaos in der Domäne zu vermeiden. KEIN Vampir will jeden Tag mit 1 offenen Auge ruhen aus Angst, überfallen zu werden.
Aus dieser Aufgabenstellung resultieren alle Bemühungen der Domänenpolitik, inklusive dem Ringen darum welche "Gesetze" (eher: Spielregeln) in der Domäne gelten (und wer mehr Macht hat - als Individuum oder als Gruppe - legt exakt dies fest bzw. kann
seine Ideen "durchboxen")

2. DIE GRUPPE STÄRKEN. Siehe 1.: Wer die meiste Macht hat, als Individuum oder mehr noch als Gruppe (denn man muss SEHR mächtig sein, um mächtiger als eine oder mehrere ganze GRUPPEN zu sein) diktiert, was Recht und Gesetz in der Domäne ist, wo
Grenzen verlaufen, wer welche Territorien hat, ob es ein Gericht gibt, ob Duelle legitime Wege zur Ausräumung von Differenzen sind etc. Ein SC kann sich ständig damit beschäftigt halten, die Einigkeit seiner Gruppe zu stärken, die Macht der eigenen Gruppe nach außen zu tragen (z.B. durch pompös gestaltete Einladungen/Messen/Séancen) und NEUE MITGLIEDER ZU WERBEN (durch vorgeheuchelte Freundschaft, echte Überzeugung, Bestechung ("wir lehren dich fremde Kräfte, wuaharhar") oder gar Erpressung).

3. HINTERTÜREN ÖFFNEN. Wer sich nur auf seine Position in seinem Bund reduzieren lässt, wird schnell zum ersten Kriegsopfer, falls die Gewalt doch mal ausbricht. Deshalb versuchen Vampire Kontakte zu nahen oder auch entfernten Verwandten (dem Clan) zu unterhalten, zumindest auf informeller Basis, um einen Vorteil auch gegen
Konkurrenten im eigenen Bund zu erhalten. Diese Clans-Bande schrammen immer haarscharf am Verrat des Bundes vorbei, und manchmal gehen sie auch weiter, als je jemand erfahren darf.

4. SINN FINDEN. Requiem lädt SEHR dazu ein, sich wirklich damit zu beschäftigen, was es bedeutet, Vampir zu sein. Und zwar Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht für Nacht. Ein eher junger Vampir wird tendenziell noch nicht voll-fanatisiert sein, und zumindest auch in Richtung anderer Bünde seine Fühler ausstrecken. Damit ist er vom Start weg im KREUZFEUER aller Plots! Nicht zuletzt bietet die Regel-Mechanik von Tugend und Sünde weitere Ansatzpunkten für konfliktreiches innercharakterliches Spiel und das Ringen um Richtung im Requiem.

5. MACHT ERLANGEN. Macht ist kein Selbstzweck, aber eine Überlebensgarantie. Die Domäne ist ein goldener Käfig: Wenn dir die anderen Vampire oder die Spielregeln der Domäne nicht passen, könntest du zwar wegziehen, aber das wäre sehr gefährlich, gemäß dem Motto: "Lieber der Feind, den man kennt". Wenn du aber nach den Regeln deiner Domäne zu leben GEZWUNGEN bist, ist es allemal besser, diese auch selbst bestimmen oder zumindest MITBESTIMMEN zu können.


Aus diesen Motivationen lässt sich für jeden Charakter Plot und Beschäftigung auf JAHRE finden, natürlich vorausgesetzt man erkennt dies auch an und spielt danach (gerne widerwillig, aus Notwendigkeit, weil es nicht anders geht und man nur so überlebt: Du bist VERDAMMT, remember?).


On top kann die SL stets weitere Plots hinzupacken, um Konflikte in der Domäne anzuheizen oder im Gegenteil die Vampire gegen einen gemeinsamen äußeren Feind enger zusammenrücken zu lassen.

Merke: Nur weil man bei VtR externe Faktoren wie Werwölfe oder den Bund der VII nicht braucht, bedeutet es noch lange nicht, dass die SL diese Faktoren nicht doch ins Spiel bringt


Hierbei bietet VtR der SL annähernd unbegrenzte Gestaltungsfreiheit, am ehesten vergleichbar mit der Entwicklung eines eigenen Reiches beim Fantasy-LARP: Das VtR-Setting bietet zahllose Ideen und Anregungen, welche sich die SL als Setting der eigenen Domäne herauspicken kann.

Das beginnt bei der Wahl der Stärke der Bünde in der Domäne (ist es eine Diözese der Lancea Sancta, ein Ratssystem der Carthianer, ist es eine etablierte "Hofgesellschaft" des Invictus, eine in Europa nicht untypische "Invictus-Lancea-Allianz" oder eher ein ausgeglichenes Machtringen zwischen verschiedenen Fraktionen, die über Jahrhunderte des Hasses und der Fehden miteinander verflochten sind?), setzt sich fort bei der Festlegung der tradierten "Üblichkeiten" der Domäne (welcher Fürst, welche Ämter (überhaupt Ämter?), welche Gesetze, wie stark durchgesetzt?) und endet bei der Schaffung der zentralen Charaktere und natürlich der vielen zu entdeckenden Geheimnisse der Domäne.


Auf Spielerseite besteht der hauptsächliche "Kick" am Requiem Live Spiel neben der Auseinandersetzung mit der Tragik des Vampirs (was ja nicht jedem so liegt) in der unglaublichen Vielzahl der Möglichkeiten der Entwicklung von Charakter und Domäne: ALLES kann sich wandeln, von der Bundes-Zugehörigkeit des eigenen Vampirs über die Gesetze und Ämter der Domäne bis hin zum kompletten Stil und Setup des Spiels der ganzen Runde (die Möglichkeiten der SL, gegenzusteuern, sind sehr begrenzt (es sei denn diese packt die NSC-Oberpower-Keule aus, klar)).


Uff. Ich hoffe, das konnte helfen


AAS
#38 Re: Requiem versus Maskerade von Sithem 10.02.2008 18:11

Maskerade <-> Requiem

Camarilla <-> Invictus
Sabbat <-> Lancea Sancta
Anarchen <-> Carthianische Bewegung
Tremere + Tzimisce + Setiten (+ Giovanni) <-> Ordo Dracul
Baali + Setiten + Samedi <-> Zirkel der Mutter
Ravnos + Freie Gangrel <-> Ungebundene

Tzimisce + Malks + Ventrue <-> Ventrue
Brujah + Toreador <-> Daeva
Gangrel + Brujah (danke für den Hinweis) <-> Gangrel
Malks + Lasombra <-> Mekhet
Malks + Nossi (+ Samedi) <-> Nosferatu

Ist doch ganz klar, gelle?

Ich denke damit sind alle Fragen beantwortet und dieser Thread kann geschlossen werden, denn jede weitere Diskussion wird uns nur wieder weiter von der Wahrheit entfernen.

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